News von LOS GUSANITOS Granada / Nicaragua         

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05 November 2017
Meine Schwestern Brigit und Anita…
(Priska Buchmann Scherer)
 …einmal mehr am zubereiten diverser Köstlichkeiten für die Weihnachtsmärkte in der Schweiz. Wir senden Euch aus Nicaragua ein enormes DANKE mit einer Bärenumarmung und einem dicken Kuss für Euren unendlichen Enthusiasmus, mit welchem ihr Jahr für Jahr zugunsten Los GUSANITOS Nicaragua Geld sammelt.




24. Oktober 2017
Träumende Kinder
(Keli Ingrid Zepeda Parrales) 
Ich arbeite nun seit 7 Monaten im Kinderparadies Los GUSANITOS Sabaneta und möchte Euch etwas über meine Erfahrungen mit unseren Kindern erzählen. Zuerst dachte ich, dass es ein einfacher Job wird, aber irgendwann kamen die Tage und Wochen, an denen alles schwieriger wurde als ich dachte. Die Situation spitzte sich vor allem in den Momenten zu wenn es darum ging, dass unsere Kinder ihre Aufgaben erledigen sollten und sagten “Ich kann das nicht“. Auf der Suche nach Lösungen für dieses dauerhafte Problem kam mir die Idee, mit ihnen einen “Traumbaum” zu gestalten, durch den sie sich selbst bestimmte Ziele steckten. Es war nicht wichtig, wie groß oder realistisch diese Ziele waren, sondern dass unsere Kinder von etwas Schönem träumten. Mittels Zeichnungen drückten sie ihre Wünsche und Ziele aus, was sie erreichen wollen, wenn sie groß sind und stellten diese in einem Baum dar.
Sie auf diese Weise sehen zu lassen, dass sie in diesem Leben alles erreichen können was sie sich vornehmen, hat mich mit Freude erfüllt. Ich fühle mich glücklich, wenn sie nun jeweils an den Morgen kommen und sagen: „Ich werde Arzt“, „ich werde Madrina“, „ich will Präsident sein“, „ich will Polizistin werden“…. Seit diesem Tag glauben meine Kinder auf eine ganz spektakuläre Weise daran, irgendwann ein besseres Leben zu führen.
Diese Aktivität war ein sehr wichtiger Schritt für die Entwicklung unserer Kinder und ich hoffe, dass unsere Kinder nie aufhören zu träumen. Für meinen Teil fühle ich mich unendlich glücklich, unsere Kinder glücklich zu sehen.



21. September 2017
Die grauen Mauern…
…der Los GUSANITOS Sabaneta werden lebendig, seitens unserer Kinder entstehen wunderbare Kunstwerke















9. September 2017
Ein sehr spezieller Geburtstag
(Priska Buchmann Scherer) Der 8. September 2017 war von so vielen Emotionen geprägt, welche ich kaum in Worte fassen kann. Die Madrinas investierten all ihr Können, um mit unseren Kindern Unmengen von Zeichnungen, Geschenken, Tänzen, Gedichten und lustigen Aktivitäten zu realisieren. Alle Werke drücken unendliche Liebe und Zuneigung aus, sodass meine Gefühle völlig überwältigt waren. Ich kann mir nicht erklären womit ich all diese Herzlichkeit verdiene und ich weiß nicht, wie ich all diese Gesten jemals wiedergeben soll.
Meinen Geburtstag mit all meinen 70 Kindern und allen Madrinas unter einem Dach feiern zu dürfen war DAS Geschenk des Tages! DANK Euch zeichnete sich in meinem Gesicht immer und immer wieder ein Lächeln ab, als ich mich schlafen legte. Ich fühlte mich wie auf Wolken, und badete im reinen Glück der unzähligen Emotionen und Überraschungen des Tages.
DANKE – DANKE – DANKE und nochmals DANKE !
P.D.: Yeaaaaaaaaaaaa, ich habe einen Kühlschrank, ich habe einen Kühlschrank, ich habe einen Kühlschrank….,:-DDD 
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22. August 2017
Verantwortung und Eigeninitiative
(Anna Buus Kristensen, Dänemark) 
Mein Name ist Anna, ich bin Praktikantin im Kinderparadies Los GUSANITOS in Granada. Als erstes möchte ich erwähnen, dass einer Praktikantin viel Eigeninitiative und Kreativität abverlangt wird, was die Arbeit mit den Kindern sehr interessant macht. Aus diesem Grund wird auch jede Freiwilligen-Erfahrung anders sein, da das Arbeitsumfeld sehr stark von der eignen Initiative und den Stärken und Neigungen der Praktikantin abhängig ist.
Wie bei jeder Großfamilie, ist bei den Kleinsten eine zusätzliche Hand immer notwendig, so habe ich mich entschieden, meine Zeit dort zu investieren. Derzeit ist das jüngste Kind ist 9 Monate alt und heißt Mathew. Es ist unglaublich zu sehen, wie er sich in kurzer Zeit entwickelt hat. Anfänglich wollte er immer getragen werden, und wenn man ihn nicht trug, weinte er. Jetzt zieht Mathew es vor, mit den anderen Kindern zu spielen und weint nur noch selten. Die Gruppe der Kleinsten verbringen ihre Zeit vorwiegend mit Spielen, essen oder schlafen. Nach dem Mittagessen helfe ich den Kindern die Zähne zu putzen und sie für den Mittagsschlaf vorzubereiten.
Dreimal die Woche gebe ich bei den Los GUSANITOS Sabaneta, wie auch bei den Los GUSANITOS Tamarindo, Englischunterricht. In einer Gruppe sind Kinder zwischen 2 und 3 Jahren, also sehr klein und ehrlich gesagt, ist es eine sehr große Herausforderung mit ihnen auf Englisch zu spielen. Mit den größeren Kindern, diejenigen welche ca. 5 Jahre alt sind, ist es um einiges einfacher. Viele dieser Kinder besitzen die Reife und das Verständnis, um wirklich Englisch lernen zu wollen. Wir haben viele Zeichnungen gemacht, Lieder gelernt und Spiele gespielt, um Wörter und Sätze zu lernen.
Am Nachmittag helfe ich den Kindern beim Aufgaben erledigen. Die meisten Kinder in der Sabaneta befinden sich im Anfangsstadium und sind dabei Buchstaben und Nummern zu lernen. Ich war sehr überrascht, 10-jährige Kinder zu erleben, welche keine Buchstaben kennen, geschweige denn lesen können. In Anbetracht des Bildungsniveaus der öffentlichen Schulen ist es deshalb wichtig, dass die Kinder hier bei den Los GUSANITOS zusätzlichen Unterricht erhalten.
Ein weiterer Grund, warum Los GUSANITOS wichtig ist, ist seine Funktion als geschützter Ort. Hier können die Kinder unbeschwert ihren Tag verbringen, es gibt Essen, Freunde, verantwortliche Erwachsene, pädagogische und soziale Freizeitaktivitäten sowie Unterricht. Nicht hier zu sein, bedeutete für einige Kinder eine sehr unterschiedliche Alternative.
Mein erster Eindruck von Granada war, dass die Armut nicht so extrem ist wie ich es mir vorgestellt hatte. Allerdings weiß ich jetzt, welche Art von Problemen sich in den Armenzonen Granadas verborgen halten. Ich weiß, dass es einige Eltern nicht interessiert ihre Kinder zur Schule zu schicken. Dass einige Eltern ihre Kinder nicht ernähren können und andere wiederum sich nicht dafür interessieren, ob ihre Kinder nun gegessen haben oder nicht. Ein Kinderparadies wie dieses ist wichtig für die Kinder, damit sie Wertschätzung und Liebe kennen lernen und damit sie ihre Zukunfts-Chancen verbessern.  zu den Bildern...


3. August 2017
Es ist wirklich nie zu spät…
(Catalina del Socorro González) 
Mit diesem Beitrag möchte ich die wichtigste Erfahrung, welche ich in den letzten 4 Jahren bei den Los GUSANITOS Tamarindo gemacht habe, mit Euch teilen.
Als ich bei den GUSANITOS anfing konnte ich mir nicht vorstellen, dass auch ich eines Tages die Sekundarschule abschließen würde. Trotz meines Status als alleinerziehende Mutter von zwei süßen Kindern, werde ich es dieses Jahr endlich schaffen. Rückblickend muss ich sagen, dass es nicht immer einfach war all meine Aufgaben unter einen Hut zu bringen, denn immerhin galt es, meinen Verpflichtungen als Mutter nachzukommen, meine Verantwortung als Madrina von 14 pubertierenden Kindern wahrzunehmen sowie für die zu Schule lernen. Aber schließlich kann ich definitiv sagen, JA, all diese Bemühungen haben sich gelohnt. Nun sehe ich mit Ungeduld meinem Schulabschluss entgegen, welchen ich im großen Stil feiern werde, denn dieser wird mir alle Türen für meine berufliche Zukunft öffnen. Zurzeit weiß ich noch nicht welches Studium ich in Angriff nehmen werde, denn der Beruf Anwältin fasziniert mich genauso wie Betriebswirtschafterin oder Buchhalterin, aber mir bleiben ja noch rund 6 Monate um mich definitiv zu entscheiden.
Diesen Erfolg schreibe ich nicht nur meinen Bemühungen zu, sondern auch Gott und Priska zu. Sie hat mir die Chance geboten und mich die ganzen Jahre hindurch bedingungslos unterstützt, wofür ich ihr meinen besonderen Dank ausspreche.
Ich wünsche Priska und allen Menschen die den Los GUSANITOS zur Seite stehen, dass Gott sie beschützen möge. zu den Bildern...





14. Juli 2017
Der Unterschied zwischen Tamarindo und Sabaneta

(Andrea Pacheco) Die Zeit vergeht wie im Fluge während unsere Kleinen schnell heranwachsen und wir durch die täglichen Herausforderungen ebenso schnell älter und erfahrener werden. Vor drei Jahren begann ich meiner Arbeit als Nachhilfelehrerin im Kinderparadies Los GUSANITOS Tamarindo, wo ich mich Kindern gegenübergestellt sah, welche trotz ihrer Einschränkungen, einen enormen Wissensdurst aufwiesen. Als erstes fiel mir auf, dass sie sich in der einzigartigen Form des Seins, alle stark voneinander unterschieden. Der Beginn meiner Erfahrungen mit den Kindern im Tamarindo war sehr schwierig für mich, denn für meine Verhältnisse sah ich mich einer großen Herausforderung gegenübergestellt. Zu Beginn werde ich Euch über ein paar tägliche Routinen berichten, welche zu meinem Aufgabenbereich bei den GUSANITOS im Tamarindo gehörten.
Nachhilfe-Unterricht:
Alle traten ein um ihre Schulaufgaben in Angriff zu nehmen und schon bahnten sich die ersten Probleme an. Das Thema welches sie in der Schule behandelten, war für sie nicht einfach und vor lauter Begreifen-Wollen, die Erklärung aber nicht Verstehen-Können, waren ihre Sinne bereits blockiert. Diese Blockade löste die magischen Worte „Ich kann das nicht“ aus, so ziemlich das Einzige woran sie auch wirklich glaubten. Nun lag es an mir, die Kinder mit kleinen Aufmunterungen und gut zureden dazu zu bewegen, ihre Aufgaben zu lösen. So lernten sie Schritt für Schritt an sich selbst und ihre Fähigkeiten zu glauben. Mit der Zeit hat sich die Form meines Aufgabenbereiches verändert. Nun waren nur noch kleine Hilfeleistungen und Erklärungen nötig, wenn sie über eine Aufgabe verwirrt waren. Dieser Erfolg hat uns viele Türchen zu der Freiheit geöffnet, in welcher wir uns nun anderen interessanten und wichtigen Themen wie Allgemeinbildung, Englisch, Informatik, Musik, Tanz, Handarbeiten, Kochen, etc. widmen konnten.
Teamwork:
Gruppenarbeit war immer ein Problem zwischen unseren Kindern. Wenn wir eine Arbeit anpackten an welcher mehrere Kinder arbeiten sollten, kam es üblicherweise zum Streit und endete damit, dass ein Kind die Arbeit für alle erledigte. Mit der Zeit habe ich Mittel und Wege gefunden, meine Kinder von den Vorteilen des vereinten Zusammenarbeitens zu überzeugen, dies vor allem mit den größeren Kindern.




Musik:
Dies war ebenfalls ein sehr leidiges Thema, denn unter Musik verstanden unsere Kinder Reggae, Reggae und nochmals Reggae. Es brauchte so einiges an Überzeugungskraft und etliche Anläufe mit Aktivitäten, um sie zu anderen Musikstilen zu bewegen. Nach unzähligen Versuchen schaffte ich es jedoch, meine Kinder an verschiedene Musikrichtungen heranzuführen, natürlich ohne den Reggae zu vernachlässigen.
Wenn ich über die vielen Erfahrungen und Veränderungen nachdenke, welche ich bei den GUSANITOS im Tamarindo gemacht habe muss sagen, dass es die schulische und persönliche Entwicklung war, welche mich an unseren Kindern am meisten beeindruckt hat. Nach vielen Höhen und Tiefen haben sie es geschafft, trotz widrigen Umständen und den dürftigen Lehrmethoden an der öffentlichen Schule, ihren persönlichen Weg zum Lernen zu finden.

Meine neue Aufgabe... 
...befindet sich nun im Kinderparadies Los GUSANITOS Sabaneta. Einen Tag nach der Einweihung begannen wir mit einer kleinen Gruppe Kinder, welche weder Grenzen noch Regeln kannten und uns mit einem sehr unrühmlichen Wortschatz konfrontierten. Mit diesem Grüppchen Kinder verbrachten wir einige sehr, aber sehr bewegte Tage. Seitens unserer Kleinsten waren unsere Tage dominiert von Wein- und Klageliedern. Hinzu kam unser 3-jähriger Randy welcher schrie, trat, weinte, biss und ein Vokabular benutzte welches mir die Schamröte ins Gesicht trieb. Randy kassierte täglich eine kleine Auszeit-Strafe im Kinderzimmer um über sein Benehmen nachzudenken, was ihn nicht daran hinderte mich damit zu bedrohen, dass er morgen von Zuhause ein großes Messer mitbringen würde um sich zu rächen. Nicht zu vergessen Maxi (2½ Jahre), seine ersten Tage verliefen ebenfalls sehr hart, vor allem zu dem Zeitpunkt, wenn seine Mama ihn brachte und seine Schwestern zur Schule mussten. Schon sehr schnell stellten wir fest, dass Maxi’s Leidenschaft das Essen ist, denn er isst alles was ihm in die Quere kommt. Er liebt sogar Gemüse wovon sehr wenige unserer Kinder begeistert sind und so dient uns Maxi als Vorbild für die anderen Kinder.
Einen Monat nach der Eröffnung haben wir in der Sabaneta die Türen für weitere Kinder geöffnet, nun betreuen wir 26 Schützlinge. Neben ihren persönlichen Defiziten weisen alle Kinder sehr starke Lernschwächen und dieselben Symptome wie die Kinder damals im Tamarindo auf. Bei ihnen kommt erschwerend hinzu, dass viele Kinder ihres Alters wegen, 2 Schuljahre in einem Jahr bewältigen müssen. Wir haben zum Beispiel etliche Kinder welche die 3. und 4. Klasse in einem Jahr absolvieren, jedoch noch nicht einmal die Vokale kennen. Diese Tatsache erschwert uns die Arbeit enorm und in solchen Momenten erinnere ich mich, dass es bei den Gusanitos im Tamarindo gleich war, sich dieses Problem in der Zwischenzeit jedoch gelöst hat. Hier in der Sabaneta beginnen wir bei null oder noch weniger, aber die Erfahrungen aus meiner Tamarindo-Zeit gibt mir immer wieder Kraft und Hoffnung.
Im Allgemeinen scheint mir, als ob das Desinteresse betreffend Bildung seitens der Regierung und der Behörden noch gravierender geworden sei. Den Lehrern und Schuldirektoren fehlt das Interesse, die Kinder und Jugendlichen zu unterrichten und es interessiert sie nicht, ob sie eine Lektion gelernt haben oder nicht.
Aber unsere Hoffnungen sterben nicht. Im Gegenteil, wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Kinder weit über das nicaraguanische Bildungsprogramm hinaus zu unterrichten. Dies unter Berücksichtigung unseres Mottos „die Form seines Seins macht jedes Kind einzigartig“.   ...zu den Bildern



24. Mai 2017
Hingabe, Liebe, Geduld und viel Ausdauer
Nach der erfolgreichen Einweihung vom 1. Mai, hat am 2. Mai der „Ernst des Lebens“ unserer ersten 10 Kinder bei den Los Gusanitos Sabaneta begonnen. Ich werde Euch ein wenig darüber berichten, wie unser großes Stück harte Arbeit begann.
Mit Enthusiasmus stellten wir uns der großen Herausforderung, unsere Ziele zu erreichen. Innerhalb kürzester Zeit mussten wir bei all unseren Kindern nicht nur immense schulische Schwächen feststellen, sondern zur Kenntnis nehmen, dass sich die Defizite über all ihre Entwicklungsbereiche erstrecken. Von Adriana, Geovany, Oscar und Karen haben wir die ersten Noten analysiert und stießen auf traurige Ergebnisse. Es schien fast so als ob den Lehrern der Blaustift ausgegangen sei und sie deshalb nur rot verwendeten.
Diese Tatsachen ließen mich unsere wahre Herausforderung erkennen und haben mich eines Besseren belehrt mit der Einsicht, dass wir unsere Ziele nur erreichen, wenn wir sehr langsam vorgehen. Mir wurde bewusst, dass wir genau das Gegenteil erreichen werden, wenn wir von unseren Kindern etwas verlangen, wozu sie einfach noch nicht bereit sind. Somit liegt ein langer, steiniger Weg vor uns und bis dahin werden uns unsere Kinder viel Hingabe, Liebe, Geduld und Ausdauer abverlangen.
Ich erzähle Euch auch gerne darüber, wie glücklich und fröhlich unsere Kinder allein über die Tatsache sind, dass sie bei uns sein dürfen. Über das tägliche Desaster, wenn es darum geht nachhause zu müssen, schweigen wir uns besser aus.
Maxi (2½ Jahre) ist einer von ihnen, er genießt es nach Herzenslust mit unseren Madrinas zu spielen. Als er zu uns kam, weinte er den ganzen Tag und war nicht in der Lage, auch nur ein einziges Wort zu sprechen. Mit Maxi haben wir gleich mehrere Erfolgserlebnisse verbuchen können: Er hat aufgehört zu weinen und hat angefangen seine Kindheit zu genießen. In der Zwischenzeit bittet er um Wasser und spricht Worte nach, womit er uns immer zum Lachen bringt. Wenn wir ihn fragen: „Maxi, möchtest Du noch etwas essen“, oder, „Maxi, möchtest du Fruchtsaft“, oder wir fragen ihn irgendetwas anderes; Maxi antwortet prinzipiell mit einem „NEIN“, anstelle eines „JA’s“. Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, und amüsieren uns köstlich an ihm. Trotz seines kläglichen Wortschatzes wissen wir inzwischen genau, was Maxi uns berichten will.
Seine Schwester Adriana (12 Jahre) steht ihm in nichts nach. Seit dem 2. Mai geht sie täglich zur Schule, obwohl sie sich anfänglich geschämt hat, mit den Kleinen in die 1. Klasse zu gehen. So hat auch sie gelernt Kind zu sein und genießt es, mit den anderen Kindern ausgelassen zu spielen. Ihr Rückgrat hat sich in den letzten zwei Wochen ein wenig gestreckt, sie läuft nun nicht mehr ganz so buckelig wie eine 80-jährige Großmutter, mit einem zerzausten Haarknoten. Die „Schuld“ daran tragen neben vielen anderen Komponenten, unsere Madrinas Kelly und Andrea, denn traurige Realität ist, dass Adriana‘s Haar noch nie mit einem Shampoo oder einen Kamm konfrontiert wurde. So wuschen und kämmten ihr Kelly und Andrea die Haare in einem langwierigen Prozess, welcher seitens aller Beteiligter von etlichen „AUUUUTSCH’s !“ begleitet war. 
Aber es hat sich gelohnt, denn seither leuchtet in Adriana’s Gesicht ein konstantes Lächeln, mit welchem sie uns zum Ausdruck bringt, dass ihr ihre Veränderung gefällt. Seit ihrer Verschönerungskur kommt sie nun an den Wochenenden bei mir vorbei und bittet mich um einen Kamm, damit sie sich schönmachen könne.*
So erfreuen wir uns an den kleinen-großen Fortschritten, welche wir mit unseren 10 Lieblingen in kurzer Zeit erreicht haben.
Ein weiteres Ziel ist, dass wir die Anzahl Kinder aufstocken, deshalb haben Priska und ich in den letzten Tagen, einmal mehr verschiedene „Zuhauses“ von unseren künftigen Kindern besucht. Es waren harte Tage und nicht einfach, sich der Realität zu stellen, unter welch unmenschlichen Umständen die Familien unserer zukünftigen Kinder leben. Traurige Tage welche uns schlaflose Nächte bereiteten, Tränen flossen, sich Wut aufstaute und vieles mehr. In Anbetracht unserer unendlichen Impotenz, hatten unsere Gefühle viele Stürme zu ertragen.
Somit werden wir unsere Kinder ab dem 1. Juni, von 10 auf 28 aufstocken und werden Euch in einem nächsten Blog über unsere Erfahrungen und Fortschritte berichten.
*Anmerkung: Wir würden Adriana gerne ihren Kamm, ihre Seife, etc. schenken damit sie sich zuhause pflegen kann. Leider besteht das Problem, dass sie die Dinge nicht einen Tag lang hätte, denn ihre eigene Familie würde es ihr wegnehmen um zu Geld verwerten.
(Ingrid De Los Ángeles Maltéz Mejía)
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9. Mai 2017
DANKE für Eure Solidarität


Am 1. Mai 2017 haben wir GEMEINSAM einen Ort der Harmonie und Geborgenheit geschaffen. Ein kleines Paradies, welches 40 weiteren Kindern eine bessere Zukunft bietet. In diesem Sinne herzlichen Dank für all die Dankes- und Lobesworte die ich über die verschiedenen Kommunikationsmedien entgegennehmen durfte. Diese Danksagungen leite ich hiermit gerne an unsere Madrinas, Praktikanten, Familienangehörige, Partnern, Gönnern, Freunden, Helfern- und Helfershelfern weiter, denn ohne die großen Anstrengungen eines harmonischen Miteinander, wäre das Paraíso de Infancia Sabaneta nie geboren worden.
DANKE für Eure Solidarität, DANKE für Euer Vertrauen und DANKE, dass Ihr uns immer treu zur Seite steht.








6. Mai 2017
Die Einweihung…
…des “Paraíso de Infancia Los GUSANITOS Sabaneta” und das 5-jährige Jubiläum des „Paraíso de Infancia Los GUSANITOS Tamarindo“, werden als unvergessliche Ereignisse in die Geschichte eingehen, ;-). Wir haben diesen bunt-fröhlichen Anlass in einer Ausgelassenheit genossen, welche die Heiterkeit vom Eingang in der Sabaneta, bis in die hinterste Ecke unseres Gartens verbreitete. Die Kinder und ihre Familien nahmen mit ihrem ganzen Sein an den verschiedenen Spielen und Bildungsaktivitäten teil. Unsere Gäste lernten viel darüber, welchen Beitrag sie zum Thema Naturschutz leisten können. Nun hoffen wir, dass sich einige von ihnen von ihren geliebten Plastiktüten trennen und mit Stofftaschen einkaufen gehen und dass sie ihre Küchenabfälle in Zukunft in ein Loch im Garten geben, um Mutter Natur ihren Teil der Arbeit erledigen zu lassen. Wir hoffen, dass sie Mülleimer benutzen werden, anstelle den Abfall im ganzen Haus und in den Straßen zu verteilen. Wir haben ihnen auch viele Ideen mit auf den Weg gegeben, wie sie mit ihren Kindern in schwierigen Situationen eine lockere Atmosphäre schaffen können. In verschiedenen Rollenspielen haben sie Erfahrungen gesammelt, wie sie mit ihren Kindern die Freizeit in einer entspannten, familiären Atmosphäre geniessen können. Unsere Madrina Rossella ließ es sich nicht nehmen, den Familienangehörigen eine erste Tanzlektion zu erteilen, was zu großer Belustigung und überbordendem Gelächter aller Beteiligten führte.
Betreffend Thema “Abfall” hatten wir einen kleinen Unfall, welchen wir Euch nicht vorenthalten wollen:
Wir waren über die unerträgliche Hitze sehr besorgt, weshalb wir ein großes Fass frischen Fruchtsaft zubereiteten. Wir stellten das Fass in die Nähe der Kinder, damit sie genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Als wir mit dem Deckel des Fasses aus der Küche zurückkehrten, schwammen zwischen den Ananasstückchen viele bunte Fischchen, welche sich als Bon-Bon-Papierchen, Krepppapier, zerplatzte Ballons und so einiges mehr an Abfall herausstellte. Es sah ganz so aus, als ob unsere Gäste das Gelernte ernster genommen hatten als wir dachten und auch gleich in die Tat umsetzten. Nach dem ersten Schrecken brachen wir alle in schallendes Gelächter aus. Zum Entsetzen unserer armen Mama Fran, begruben wir den Fruchtsaft feierlich in unserem frisch gegrabenen Loch im Garten und weihten es zusätzlich mit Wassermelonenschalen ein. So verbrachten wir den Rest des Tages mit reichlich frischem Eiswasser.
Unsere Madrinas haben durch ihren enormen Einsatz wesentlich zum guten Gelingen dieses Festes beigetragen, wofür ich mich an dieser Stelle von ganzem Herzen bedanke. Das Küchen-Team, Mama Fran, Griselda und Andrea verdienen einen speziellen Applaus. Diese Feen haben ihren freien Tag geopfert, um uns mit dem super-leckeren Mittagessen zu verwöhnen. An Manuel Pacheco senden wir hiermit eine Bären-Umarmung, einmal mehr hat er uns als Clown pinpin für das Lachen gesorgt, welches nur er unseren Kindern entlocken kann. Bei seinem Bruder Brayan Pacheco bedanken wir uns ganz herzlich, dass er uns die Stereoanlage zur Verfügung gestellt hat.
Nun verabschiede ich mich, während ich Euch ein paar Eindrücke unserer erfolgreichen Party hinterlasse und hoffe, dass Ihr es genießt.
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23. April 2017
Alles Gute zum Geburtstag mein Engel
Im zarten Alter von 20 Tagen, fiel das Wohlergehen von Montserrat, fast wie ein Engel vom Himmel in meine Hände. Bis heute kann ich fühlen wie sich dieser kleine, zarte Floh seinen Platz in meinem Herzen eroberte. Heute feiert Montserrat ihren zweiten Geburtstag und hat sich zu einer kleinen, frechen, gewitzten und fröhlichen Bohne entwickelt, ;-). Momente, welche schöne Erinnerungen wach werden lassen, jedoch auch die sehr schwierigen, welche wir mit ihr, resp. mit ihnen überwunden haben.
Wenn ich mir die Fotos betrachte erinnere ich mich an einen Satz, welchen unsere Praktikantin Carla vor Jahren in unseren Blog schrieb:
„…wenn die Kinder kurz innehalten und sich nicht beobachtet fühlen, dann tauchen sie ab in eine andere Welt, die sehr traurig zu sein scheint. Dann schauen sie wehmütig in die Ferne und die kleinen Kinderaugen erzählen von Schmerzen und Problemen mit denen sich Kinder eigentlich nicht beschäftigen sollten. Doch 2 Sekunden später, wenn sie wieder abgelenkt sind, sind sie sofort wieder am Singen und Lachen, so als ob die Traurigkeit nie existiert hätte…“
Ja, es gibt unzählige Gründe den Geburtstag dieses kleinen Sonnenscheines, in Begleitung ihrer Schwestern Javiera und Stefanie, sowie meinem Patenkind Yaritza, in einem speziellen Rahmen zu feiern.
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6. April 2017
Ich werde mich nie daran gewöhnen, niemals…

Mir fehlen die Worte um das zu beschreiben was ich sah und fühlte, als wir uns mit den Umständen konfrontierten, unter welchen die Kinder und deren Familien unserer zukünftigen Schützlinge in der Sabaneta leben. Meine Seele brannte, mein Magen erstarrte zu Eis und das Mittagessen blieb mir in der Kehle stecken. Ich werde mich nie daran gewöhnen, niemals…
Bescheidenheit ist eine Sache, jedoch schaffe ich es mit meinem besten Willen nicht, diese Lebensumstände mit dem Wort Bescheidenheit in Verbindung zu bringen. In dieses grenzenlose Meer der Bedürfnisse werden wir unser Wassertröpfchen tragen.








31. März 2017
Konzentration TOTAL...

…mit Chery, Alejandro, Fabiola, Alexander, Kimberling und Pabel beim täglichen Diktat.









14. März 2017
Langsam aber sicher verwandelt sich…
…unsere neue Kindertagesstätte in ein bunt bemaltes Nest der Geborgenheit. Dass wir so lange auf ein geeignetes Haus warten mussten, versetzt uns noch heute in Euphorie. Diese hat uns Flügel wachsen lassen. Dank des fröhlich-fleissigen Teams, haben wir das Aussehen unseres Hauses in kurzer Zeit völlig verändert. Wir haben ein Zuhause geschaffen, welches in nichts mehr dem gleicht, was es vorher war.

Es war eine sehr unterhaltsame und stimmungsvolle Arbeit, gleichzeitig aber auch sehr anstrengend. Dass wir all dies für einen guten Zweck erschaffen, verlieh uns in schwierigen Situationen immer wieder besonderen Antrieb.
Die Nachricht, dass in diesem Haus etwas Spezielles geschieht, verbreitete sich im Nu im ganzen Quartier. Ziemlich schnell wurden wir von Kinderscharen umringt, die jeden unserer Schritte genau beobachteten.
Eines jener Kinder heißt Melissa, sie ist etwa 5 Jahre alt. Um besser sehen zu können, nahm sie ihren Beobachtungsposten erst mal auf einem Mangobaum auf dem Nebengrundstück ein. Schon bald verließ sie diesen und klebte von da an förmlich an unserem Eingangsgitter. Auch sie nahm jede unserer Bewegungen unter die Lupe, begleitet von unendlich vielen Fragen: “Wie heißt Du?” “Wohin gehst Du?” “Was tust Du?” “Warum tust Du dies?”, etc. Wir luden sie zum Mittagessen ein, wobei sie sich nach Überwindung der ersten Scheu, sehr schnell mit uns anfreundete. Es stellte sich relativ rasch heraus, dass Melissa zwar noch klein ist, sich jedoch ihre reife Denkweise überhaupt nicht mit ihrem Alter vereinbaren lässt. Melissa verbringt den ganzen Tag mit uns, ohne dass irgendjemand sie vermisst, resp. nach ihr fragt, oder sie nachhause ruft. So durchstreift sie Mitternachts das Quartier, aber nur da wo Licht sei, sagt sie, denn die Dunkelheit beängstige sie. Während ich dieses kleine starke Geschöpf nach Hause begleite, umklammert sie meine Hand und redet und redet und redet… Melissa ist inzwischen zum festen Teil unseres Teams geworden, sie “hilft” uns malen und hört niemals auf Fragen zu stellen, :-).
Nun, wir werden Euch gelegentlich immer mal wieder über die Fortschritte informieren, welche wir im Paraíso de Infancia “Los GUSANITOS” Sabaneta gemacht haben.
Inzwischen sende ich Euch liebe Grüße

(Ingrid De Los Ángeles Maltez Mejía)

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17. Februar 2017
Wir haben das geeignete Haus gefunden…
…jetzt packen wir den Stier bei den Hörnern, denn endlich können wir unsere zweite Kindertagesstätte eröffnen. Sie wird “LOS GUSANITOS” Sabaneta heissen.
Wie der Name aussagt, befindet sich die Kindertagesstätte im Quartier Sabaneta in Granada. Die Sabaneta ist ein enorm grosses Quartier, welches etwa 2’000 Einwohner umfasst. Entsprechend gross ist die Unzahl von Kindern, welche unter den unglücklichen Umständen leiden, welche sie umgeben.
Ein Spaziergang durch die Sabaneta gab mir den Eindruck, als wenn sich in den letzten Jahren nichts geändert hätte, so als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Die Konfrontation mit der enormen Anzahl an Bedürfnissen in der Sabaneta, legte sich wie ein Schatten über meine unbändige Freude darüber, endlich ein Haus gefunden zu haben. Ich fühlte mich etwas deprimiert, denn die missliche Lage der Menschen in der Sabaneta versetzte mich um 5 Jahre zurück. Der Beginn mit unseren ersten Kindern im Quartier Tamarindo spulte sich wie ein Film in meinem Kopf ab. Mir wurde immer mehr bewusst, was wir in den letzten 5 Jahren mit unseren Kindern und ihren Eltern erreicht haben. Enorme Fortschritte, welche im Laufe der Zeit nicht nur in den Hintergrund traten, sondern fast wie eine verstaubtes Relikt in Vergessenheit geraten war.
Doch bevor mich die Melancholie ganz trifft ist es wohl besser auf den Boden der Realität zurückzukehren. Die Sabaneta ist definitiv ein Ort wo es uns braucht, auch wenn wir leider lediglich 40 Kindern einen Ort der Geborgenheit bieten können. Ab dem 1. März 2017 können wir das Haus beziehen. Wir werden uns bis zum 30. April Zeit nehmen, das Haus unseren Bedürfnissen entsprechend einzurichten. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit Ingrid Maltez Mejia als Technische Leiterin unserer zweiten Kindertagesstätte, am 1. Mai 2017 die Einweihung der “LOS GUSANITOS” Sabaneta feiern dürfen.
Am gleichen Tag werden wir das 5-jährige bestehen unserer Kindertagesstätte “LOS GUSANITOS” Tamarindo feiern. Denn am 1. Mai 2012 haben wir im Quartier Tamarindo für unsere ersten 40 Kinder die Tore geöffnet, um sie in eine bessere Zukunft zu begleiten.

(Priska Buchmann Scherer)

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5, Februar 2017
So fröhlich wie wir den Urlaub verbracht haben…
…so haben wir uns auch von ihm verabschiedet. Mit einem Ausflug an die Pólvora in Granada, ;-). Dort stand ein fröhlich-bunter Spielnachmittag auf dem Programm. Und zur Steigerung der ohnehin schon überschäumenden Fröhlichkeit aller, haben wir sie zur Feier des Tages noch mit hausgemachtem Kuchen und Getränken überrascht.
Kurz gesagt, wir verbrachten unglaublich schöne und erholsame Schulferien. Die Batterien unserer Kinder sind sehr gut geladen um das neue Schuljahr in Angriff zu nehmen. Eigentlich warten die meisten unserer Kinder mit Ungeduld darauf, wieder in die Schule zu gehen. Das interpretieren wir als gutes Zeichen . Wir wünschen ihnen einen guten Start und hoffen, dass dieser Enthusiasmus möglichst lange anhält…

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15. Januar, 2017
Das Leben ist schön…
…ohne Sorgen, ohne Pflichten, einfach nur die Dinge geniessen auf welche wir Lust haben. So verwandelten sich “Aufgaben” wie Putzen, Kochen, Waschen, Bewässerung, usw., in kollektive Werke, welche schwatzend, singend, scherzend und mit einer Schnelligkeit ausgeführt wurden, so dass niemandem bewusst war, dass soeben eine Pflicht erfüllt wurde. Alle mittleren und grossen Kinder nahmen mit Begeisterung an den Seiten ihrer Patinnen ihre Pflichten wahr, um möglichst schnell wieder mit ihnen zu spielen, basteln, malen, etc. So haben wir die erste Woche 2017 eingeweiht und gedenken weiterhin das Leben in dieser Form zu geniessen, bis dann im Februar der Stress des neuen Schuljahres wieder beginnt.
Ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich nach zweiwöchiger Trennung von meinen Kindern wenig Lust darauf hatte, mich um meine administrativen Pflichten zu kümmern. Meine Kinder hatten soviel zu erzählen, oder hatten einfach nur das Bedürfnis Zuneigung, Sicherheit und Verständnis zu kompensieren, ohne Worte zu verlieren. So widmete ich mich jedem einzelnen von ihnen, es anzuhören, zu verstehen, zu verwöhnen, und zu liebkosen. Ausserdem konnte ich nicht genug davon bekommen, mich an der Offenheit, der Loyalität und der überschwänglichen Freude unserer Kinder, bei den Aktivitäten mit ihren Patinnen zu erfreuen. Unsere Patinnen haben tolle Arbeit geleistet. Sie kurbelten das Vergnügen unserer Kinder zusätzlich an, während in der Hitze des Gefechtes immer mal wieder das Temperament eines unbekümmerten Kindes durchbrach. :-D. Und in all dem kunterbunten Tumult herrschte eine Stimmung, in welcher es weder Gewinner noch Verlierer gab.
Ja, es war eine sehr aussergewöhnliche Woche, die sich wiederholen wird, bis wir unsere Kinder wieder an ihre schulischen Pflichten errinnern müssen.
An dieser Stelle entschuldige ich mich für die vielen unbeantworteten Mails, aber ich werde die administrativen Berge sicher nach und nach abbauen, denn schliesslich gibt es ja auch noch die Wochenenden, ;-).
Ich wünsche Euch, dass ihr das neue Jahr mit ebenso viel positiver Energie in Angriff genommen habt und dass sie Euch durch das ganze Jahr 2017 begleiten möge.

(Priska Buchmann)                          zu den Bildern...





22. Dezember 2016
Unser großer Tag ist gekommen
Nun haben wir praktisch einen Monat in purer Freude und Harmonie mit unseren Kindern verbracht, während wir uns komplett dem Thema Weihnachten gewidmet haben. So ist nach und nach unsere grossartige Weihnachtsdekoration herangewachsen, welche bis zum letzten Detail von unseren Kindern handgemacht ist. Endlich kam der große Tag, welchen in der Zwischenzeit alle ungeduldig erwarteten. Schlussendlich haben wir im Kreise der Angehörigen unserer Schützlinge ein wunderbares Weihnachtsfest gefeiert.
Während ich mich nun mit einem enormen DANKE bis zum 9. Januar 2017 verabschiede, übergebe ich das Wort an unsere Tamara. Sie hat es geschafft ihre eigenen Gedanken über das Thema WEIHNACHTEN zu Papier zu bringen. Eine Zusammenfassung die mich persönlich sehr beeindruckt und mich ein weiteres mal gelehrt hat, wieviel wir doch von unserer Jugend lernen könnten wenn wir ihnen doch nur etwas öfter zuhören würden.  zu den Bildern...
(Priska Buchmann)



Gedanken eines Kindes, über das Thema Weihnachten

Zu Weihnachten vereinen sich die Familien, um gemeinsam einen frohen Weihnachtsabend zu verbringen. Nicht alle Kinder haben diese Möglichkeit und auch für manche von uns wird es das erste mal sein, dass sie gemeinsam mit der Familie feiern werden.
Es sind nicht die vielen Verzierungen welche letztlich keine Ornamente sind, es ist nicht der Schnee und auch nicht der Weihnachtsbaum, oder das Cheminée, welche uns das Gefühl der wahren Weihnachtsstimmung vermitteln. Weihnachten ist die Wärme, welche uns von den Herzen der Menschen um uns herum vermittelt wird. Weihnachten ist ein Gefühl das uns vereint, es ist die Großzügigkeit mit denen teilen zu dürfen, welche uns Geborgenheit vermitteln und uns die Sicherheit geben, dass wir uns gemeinsam vorwärts bewegen werden.
Somit ist Weihnachten kein bestimmter Zeitpunkt und auch keine Saison, sondern ein Gefühl der Freude und des Friedens darüber, dass wir einander haben. Dieses Geschenk – welches uns jederzeit erreichen kann – ist das wirkliche Weihnachtsgeschenkt, welches ein breites Lächeln in unsere Gesichter zaubert. Uns als Familie vereint fühlen, ja, das ist für uns Weihnachten.FROHE WEIHNACHTEN!

Tamara Ortega, 14 Jahre alt


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19. November 2016
Die Weihnachtsstimmung…








…breitet sich in unserem Hause aus,
























wir sind fast fertig, 
😉










29. Oktober 2016
Es geht vorwärts...
…aber erst werde ich Euch ein wenig aus unserem Alltag berichten,
Dank der Wahlen werden unsere Kinder das Schuljahr früher beenden als normal, ganz nach dem Motto, “es gibt immer einen Grund Unterrichtsstunden ausfallen zu lassen” und wenn es keinen gibt, lässt sich leicht einer finden. In der Zwischenzeit haben wir uns an die Realität gewöhnt, dass unsere Kinder sporadisch immer mal wieder von der Schule zurückkehren mit dem Kommentar „keine Schule“, aber dieses Jahr hat alle Rekorde gebrochen. So haben unsere Kinder mehr Zeit mit uns verbracht als in der Schule. Für uns eine grosse Herausforderung, aber gleichzeitig auch mit dem Vorteil, unsere Kinder mehr zu geniessen und individueller auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen.
Neben vielen Spielen und diversen Freizeitbeschäftigungen haben wir die Zeit genutzt, um mit unseren Kindern viel mehr zu basteln als normalerweise. Bei den Grossen angefangen bis hin zu den Kleinsten, haben wir die Englischstunden ausgebaut. Es ist immer lustig zu hören wie unsere Kleinsten, welche noch kaum richtig spanisch sprechen, versuchen englisch zu sprechen. So zum Beispiel kommt bei Guillermito (2 Jahre alt) anstelle eines “chicken”, so etwas wie ein “gigge” heraus und ein “three” hört sich wie ein “leee” an, :-D. Aber er kann auf Englisch perfekt bis 10 und zurück zählen – und klar doch – ebenso in spanischer Sprache.
Unsere Mädchen Gabriela, Amparo, Tamara, Raquel, Javiera und Alison haben in ihrer Coiffeuse-Ausbildung sehr viel gelernt und lernen weiter, ohne dass ihre schulischen Leistungen darunter gelitten hätten. Einige von ihnen sind sogar so taff, sodass sie sich an den Wochenenden sogar ein wenig Taschengeld verdienen. So bieten sie in ihrem Bekanntenkreis Dienste wie Pediküre, Maniküre, Haare schneiden und färben an. Letzten Montag hat mir Gabriela voller Stolz erzählt, dass sie vergangenes Wochenende ihr erstes Taschengeld von 50 Córdobas (USD 1,70) mit einer Pediküre plus Maniküre verdient habe. Ihre Augen haben dabei geglitzert wie zwei Weihnachtssterne. Ich habe keine Worte dafür, wie glücklich ich mich in diesem Moment für sie fühlte.

Nun kommen wir zum Thema “Es geht vorwärts”:
Für unsere zweite Kindertagesstätte mit weiteren 40 Kindern ist alles vorbereitet und wir sind alle ungeduldig, nun endlich anfangen zu können. Es fehlt uns jedoch noch ein “kleines Detail”, was sich „geeignetes Haus“ nennt. Es ist tatsächlich ein grösseres Problem, als wir jemals gedacht hätten. Auf der Suche nach einem geeigneten Haus in Granada laufen wir nun schon seit Monaten Kilometer um Kilometer ab. Da es sich in der Nähe eines Gebietes mit sozial ausgegrenzten Menschen und in der Nähe einer öffentlichen Schule befinden soll, stossen wir immer wieder an Grenzen. Normalerweise verfügen solche Zonen über keine Häuser welche der Grösse entsprechen um 40 Kinder aufnehmen zu können. Dieser Punkt bringt uns manchmal wirklich an die Grenzen unserer Geduld, dennoch schöpfen wir immer wieder von neuem Hoffnung, dass sich uns auch in dieser Hinsicht in absehbarer Zeit ein Türchen öffnen wird.
Na denn, drückt uns doch bitte alle die Daumen, damit uns dieser Wunsch auch bald in Erfüllung geht,
Mit einigen Eindrücken aus unserem Alltag verabschiede ich mich, bis bald…   zu den Bildern...
(Priska Buchmann)




28. September 2016
Wie schnell doch die Zeit vergeht !
    ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG Stefanita, 😛

                   



8. September 2016
Dein zärtliches Lächeln…


Dein zärtliches Lächeln, in Deiner kindlichen Unschuld, ist ein ansteckendes Wunder. HERZLICH WILLKOMMEN in der Gusanitosfamilie, Briana Ashley.











27. August 2016

Stoppe niemals den Intellekt eines Kindes…

…lass seiner Phantasie freien lauf, so wirst Du die Unschuld in ihm erkennen und es mit grosser Freude geniessen“.
Das ist ein Gedanke welchen ich jetzt verstehe. Er hat sich als Teil dessen was ich in diesem kleinen Haus gelernt habe, in meinem Kopf fest verankert. Vor drei Jahren trat ich diese Stelle als junges Mädchen an, dies ohne jegliche Erfahrung und ohne die geringste Vorstellung davon, wie man mit Kindern, welche sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, geduldig umgeht. Während dieser Zeit wurde ich Zeuge der Tatsache, wie man als Erwachsener von den Kindern lernen kann und nicht nur sie von uns. 
Manchmal macht es den Anschein als ob es ein Kinderspiel wäre mit dem Rythmus der Kinder mitzuhalten, aber ganz so einfach ist die ganze Angelegenheit nicht. Meine kleinen GUSANITOS haben mich gelehrt, dass sich ihre Energien immer als letztes erschöpfen. Und wenn keine Spielzeuge zur Verfügung stehen, setzen sie wie der Blitz ihren Erfindungsgeist ein, um eben mal schnell ein Spiel zu erfinden. Obwohl die Umstände in ihrem elterlichen zu Hause schwierig sind blicken sie immer optimistisch vorwärts, denn es ist ihnen wichtiger ihre kindliche Unschuld in ausgelassener Freude zu geniessen. Natürlich wird nicht immer nur gelacht und gespielt, denn manchmal ist es auch nötig unsere Kinder zurecht zu weisen, oder sie zu korrigieren. Solche Situationen jedoch haben das Vertrauen und die Zuneigung welches sie in uns setzen, in keiner Weise getrübt.

Unsere GUSANITOS, diese kleinen Menschlein welche unser Haus täglich mit Fröhlichkeit erfüllen, öffneten mir die Augen, dass wir nicht nur von Blumen und Herzen umgeben sind. Sie lehrten mich die Momente des Lachens zu geniessen, die Momente der Trauer zu überstehen und zu guter Letzt, meine Träume niemals aufzugeben.
Ich war unseren Kindern eine Lehrerin um sie in ihren Studien zu unterstützen, eine helfende Hand um sie zu ermutigen wenn sie traurig waren, eine Krankenschwester wenn sie krank waren und noch vieles mehr. Niemals werde ich die Augenblicke vergessen, in welchen ich mich mit einer Perücke und einer roten Nase in señorita Florecita verwandelte, nur damit ich mich an ihren Gesichtern mit dem breiten Lachen und den leuchtenden Augen erfreuen konnte. Alle, vom Kleinsten bis zum grössten Kind werde ich für immer in meinem Herzen tragen, denn jedes Einzelne von ihnen hat mir eine grosse Lehre mit auf den Weg gegeben:
Egal in welch unangenehmer Situation, oder in welchem Problem du Dich gerade befindest, wichtig ist, dass Du Dein inneres Kind niemals aufgibst. Die Welt der Erwachsenen besteht oftmals aus einem Knäuel endloser Verwicklungen und Verwirrungen und es kann und darf nicht sein, dass die Kinder für diese Fehler bezahlen sollen. 
(Andrea Pacheco)


Mit diesen Worten verabschiedet sich unsere Madrina Andrea nach dreijähriger Tätigkeit von uns, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Einerseits eine logische und gewollte Konsequenz unseres Förderprogramms „Es ist niemals zu spät“, andererseits schlagen unsere Emotionen trotzdem Wellen, wenn es denn wirklich soweit ist. Deshalb lassen wir unsere Andrea mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehr ungern gehen. Aber eigentlich verlässt sie uns ja nicht wirklich, denn durch ihre unvergleichliche Arbeitsweise hinterlässt sie uns ihre ganz persönliche Aura, welche niemals verblassen wird.
Liebe Andrea, wir wünschen Dir auf Deinen beruflichen wie privaten Wegen weiterhin viel Erfolg und sind uns sicher, dass wir uns an einem Deiner nächsten Konzerte schon bald wieder sehen werden.
Abgesehen davon, dürfen wir in einigen Jahren bestimmt zu Deinen Stammkunden in Deiner eigenen Apotheke zählen. 
(Priska Buchmann)



29. Juli 2016
Wie die Zeit läuft

Als Rüstzeug für ihren Coiffeuse-Kurs hat sich jedes unserer grösseren Mädchen eine Tasche aus einer alten Jeans genäht. So haben sie vor 2 Wochen etwas nervös, aber gut vorbereitet mit dem Kurs begonnen. In der Zwischenzeit lernten sie viel über die Geschichte der Schönheit, die allgmeine Hygiene und die Haaranalyse sowie deren Behandlung mit natürlichen Produkten, um Probleme zu vermeiden oder zu lösen. So werden sie die schulfreien Morgen in den kommenden Monaten nutzen und sich mit vielen interessanten Themen beschäftigen.
Während unsere grösseren Schützlinge, Tamara, Gabriela, Raquel, Alison, Génesis, Amparo und Javiera einen grossen Schritt nach vorne machen, stehen ihnen unsere mittleren Kinder in nichts nach. So nehmen sie nun unter Aufsicht und Anleitung unserer Mama Fran, mit viel Enthusiasmus ihre Plätze in der Küche als zukünftige Köche ein.


18. Juli 2016
Dies scheint der Übeltäter zu sein…

…welcher uns im Moment arge gesundheitliche Probleme bereitet. Angefangen hat es vor etwa 3 Wochen, als Alexander und Javiera sich über starke Glieder- und Kopfschmerzen beklagten. 2 Tage später waren ihre Körper mit ekzemartig juckenden Ausschlägen übersät. Javiera wurde Chikungunya diagnostiziert, Alexander diagnostizierte man Dengue. Bei beiden Kindern klangen sie Symptome nach 4 Tagen ab, wobei sich Alexander’s Augen danach dermassen stark entzündeten und zuschwollen, sodass er aussah als hätte er sich mit Mike Tyson angelegt.

Diesen beiden Kindern folgte Williana, anstelle des juckenden Hautausschlages hatte sie gleich zu Beginn mit den Symptomen einer sehr starken Augenentzündung, starken Gliederschmerzen und Fieber zu kämpfen, ihr wurde Zika diagnostiziert.
Auf Williana folgten drei der Ortega-Kinder, Tamara, Leonardo und Chery, ebenfalls mit den typischen juckenden Hautausschlägen und starken Kopf- und Gliederschmerzen. Das vierte Ortega-Kind Gabriela, welches zum Schluss folgte, traf es am härtesten. Ihr Gesicht schwoll unter dem juckenden Hautausschlag dermassen stark an, sodasss ihre Augen kaum mehr zu erkennen waren. Da das örtliche Spital derzeit hoffnungslos überfüllt ist, wurde sie 2 Tage lang mit fiebersenkenden und schmerzstillenden Infusionen direkt im Gesundheitszentrum betreut. Und als ob es nicht schon genug wäre so viele Patienten zu betreuen, welche an der Zika-, Chikungunya-, oder Dengue-Epidemie leiden, ist das Personal auch in der unangenehmen Lage, 2 Personen in einem Bett unterzubringen und zu betreuen.
Wir freuten uns bereits darüber, dass unsere Kleinsten bisher verschont blieben. Leider wurden wir letzten Freitag desillusioniert, denn bei Siham, Juancito und Guillermito waren bereits die ersten Anzeichen des Chikungunya-Dengue-Zika-Virus – oder wie man es auch immer nennen mag – ersichtlich.

So erkrankten innerhalb von 3 Wochen 14 von unseren 40 Kindern, wobei es unter unseren Madrinas auch Catalina, Griselda und Naythin, sowie unsere Praktikantin Lucia traf.
Während ich hier sitze und schreibe höre ich die typischen Motorengeräusche der Insektenvernichter des Gesundheitsministeriums immer näher kommen. Während ich mir noch schnell die Hand schützend vor Nase und Mund halte, befindet sich unser Haus bereits inmitten einer stinkenden bläulichen Wolke. Mit diesem Insektizid werden wir nun schon seit Monaten wöchentlich „gesegnet“ und es scheint, dass sich die Mücken in der Zwischenzeit gegen dieses Gift immunisiert hätten. Während sich der Nebel langsam lichtet und die ersten aufgeschreckten Mücken sich erneut formieren, denke ich an unsere Kinder und hoffe, dass wir diese Epidemie möglichst bald und unbeschadet überstehen werden.


12. Juni 2016
Eine ganz spezielle Erfahrung

Unsere Kinder waren zum ersten mal eingeladen, ihre tänzerischen Talente einem breiteren Publikum zu präsentieren. Schon den ganzen Morgen war die Aufregung in allen Ecken zu spüren, aber mit Schminken, Frisieren, Kostüme vorbereiten, letzte Ausbesserungsarbeiten, etc. verflog die Zeit wie im Flug. Nachmittags um 3:00 Uhr war es dann endlich soweit, geputzt und gestriegelt fuhren wir mit unserer Tanzgruppe und 3 Taxis in den Parque Sandino. Die Enttäuschung war gross, denn wir fanden keinen Hinweis darauf, dass hier um 4:00 Uhr ein grosser Anlass stattfinden sollte, ay Nicaragua Nicaragüita… So hiess es wohl oder übel mit 11 ungeduldigen Kindern die Zeit möglichst kurzweilig zu überbrücken, was wir mit Engelszungen und unendlicher Geduld volle 4 Stunden lang schafften, bis es dann endlich soweit war.
Angesagt waren 30 Gruppen, die Startnummer unserer Kinder war die 15. Bei Ansage der Gruppe 10 hiess es nochmals kämmen und nachschminken, um sich dann hinter der Bühne startbereit auzufstellen. Soweit alles bestens – haben wir gedacht – Ansage der Gruppe 13 und plötzlich traten alle unsere Kinder von einem Bein auf das andere, denn sie mussten zur Toilette, wo es keine gab. Also noch schnell schnell irgendwelche Büsche aufsuchen, 11 mal pinkeln in Reih und Glied und wieder zurück in die Aufstellung. Madrina Andrea erlag fast einem Herzinfarkt, denn sie sah nur noch all unsere Kinder flüchten und hatte keine Ahnung worum es sich drehte, :-D.
Endlich war Startnummer 15 angesagt und ich glaubte meinen Augen nicht trauen zu können. Unsere Kinder betraten die Bühne in einer unvergleichlichen Souveränität, verströmten ein atemberaubendes Ambiente und absolvierten ihren Tanz (Uptown Funk ft. Bruno Mars von Mark Ronson) in einer nie dagewesenen Perfektion. Seit unsere Kinder Tänze aufführen geschah es zum ersten mal dass sie all ihre Hemmungen ablegen konnten. Nach der Aufführung rannten sie nicht wie üblich einfach weg von der Bühne, diesmal liessen sie sich sogar Zeit um sich vom Publikum in gebührender Form zu verabschieden und genossen den tosenden Schlussaplaus in vollen Zügen.
Leider lässt die Qualität der Fotos sehr zu wünschen übrig, irgendwie gingen mir die Emotionen im Dreivierteltakt mit meinen Kindern durch, ;-). Aber ich hoffe dass sie Euch trotz der schlechten Qualität zumindest einen vagen Eindruck dieses einzigartigen Spektakels vermitteln.  zu den Bildern...



1. Juni 2016 

Herzlichen Glückwunsch zum Tag des Kindes !!!
Zur Feier dieses speziellen Tages haben wir unsere 40 Kinder an die Boquitas entführt. Zwischen Regen am Morgen und Sonne am Nachmittag haben wir den Tag in purer Fröhlichkeit genossen. Leider verging er schneller wie jeder Tag unseres Alltags. Dank der guten Laune und der perfekten Betreung all unserer Madrinas haben wir den Tag ohne schlechtes Benehmen und ohne eine einzige Träne verbracht. Nicht mal unseren Sanitätskasten mussten wir einsetzen. An dieser Stelle geht ein spezielles DANKE an Onkel Manuel (unser Musiklehrer), und Onkel Lenner, welche unser Team in idealer Form ergänzten, indem sie sich der Betreuung unserer grösseren Jungs annahmen.


zu den Bildern...




29. Mai 2016
So macht Englisch lernen Spass

          
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16.Mai 2016
YUMMYYYYYYY


Konditoren-Sonntage mit Yaritza, Gaby und Javiera, um unseren Lieblingen den Montag zu versüssen,
 😛





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6. Mai, 2016
Keine Chance, aber…

…manchmal drehen sich die Worte wie wild in meinem Kopf, aber sie wollen einfach nicht durch meine Hände fliessen um zu Papier gebracht zu werden, ;-(. In solchen Fällen ist meine Kamera um einiges zuverlässiger, sie schafft es immer Euch ein paar Einblicke in unseren Alltag zu geben.


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15 April, 2016
Nicaragüita

Carla war bei uns vor 2 Jahren als Praktikantin tätig. Sie ist die Künstlerin welche zusammen mit unseren Kindern, der Mauer in unserem Garten Leben eingehaucht hat und sie hat nicht nur in unserem Garten tiefe Spuren der Liebe hinterlassen.
In Begleitung ihrer Mama Barbara ist sie nun zu den Wurzeln des Ortes zurück gekehrt, welcher für sie mit einer sehr prägenden Phase ihres Lebens verbunden ist.
Wir durften einen wundervollen Monat miteinander verbringen, welchen wir in 2 Jahren bestimmt wiederholen werden, ;-).




Land der geteilten Seelen, ich werde dich vermissen.
Die Melancholie in den Augen, während Dein Mund lacht.
Lautes Lachen und leises Gerede, zerschlissene Schuhe und gekämmte Haare.
Vernarbte Haut als Zeichen der Vergangenheit.
Land mit sonnenverbrannter gelber Erde, dekoriert mit blühenden Bäumen.
Blassblauer Himmel, knallblauer Himmel.
Immer wieder braun, grün, rot in allen Schattierungen.
Du lehrst mich den Wert des Lebens.
Geburt und Tod, Anfang und Ende, und das Wichtigste dazwischen.
Wunsch nach Neuem und festklammern am Alten. 
Fortschritt und Stillstand, viel Stillstand.
Warten… und warten.
Zeit zum beobachten, Zeit für die Menschen.
Kleine Bandidos auf den Straßen, Flip Flops, Hufgeklapper und hupende Autos.
Geschrei aus dem Haus, eine stille Alte im Schaukelstuhl.
Alle Gegensätze vereint und doch immer wieder entzweit.
Brutzelndes Feuer, Geruch nach Essen und Kinderaugen mit dunklen Ringen.
Blick in fremde Leben, nur kurze Augenblicke zwischen Tür und Fenster.
Über allem bunte Plastiktüten, sich wiegend in der flirrenden Sonne.
Mit Staub in den Augen. ein letzter verschwommener Sonnenuntergang.
(Carla Westenberger)


2. April 2016
Wir waren fleissig wie die Bienen
Unsere schrecklichen Zinkwände leuchten wie eine Reihe bunter Lutscher. Stinkende Abwasserrohre verwandelten sich in bunte Blumentöpfe, und die ersten Traubensetzlinge kraxeln emisg das Gitter hoch. Sogar unsere ausgedienten Skateboards haben in unserer kunterbunten Welt eine wundervolle Verwendung gefunden. Auch wenn wir über die Verschönerung unseres Gartens überglücklich sind, geben wir uns noch nicht zufrieden, denn es scheint so, als ob diese tolle Gruppenarbeit den Ideenreichtum unserer Schützlinge angeregt hätte,
 


 




13. März 2016
Ich liebe die Wochenenden…
…denn diese Tage nutze ich um kleinen Kinder-Gruppen unserer GUSANITOS etwas mehr persönliche Aufmerksamkeit zu widmen. Dieses mal habe ich mit Stephany, Génesis und Mareling die Isletas Granadas erkundet. Auch wenn ich die Isletas inzwischen wie meine eigene Hosentasche kenne, präsentieren sie sich mir immer wieder in einem neuen Gesicht. Es scheint fast so, als ob sich die Pflanzen- und Tierwelt extra für uns ein neues Sonntagskleid überstreifen würde, um uns tausend neue faszinierende Dinge entdecken zu lassen. Und wenn sich diese blühende Stimmung mit der überbordenden Fröhlichkeit meiner drei Mädchen kombiniert, verwandelt sich der Tag in ein unbezahlbar ansteckendes Abenteuer.



Das Einzige was sich leider immer in demselben Kleid präsentiert, ist die enorme Ansammlung von Müll an allen Ecken und Enden.
Ay Nicaragua Nicaragüita, welch wunderschönes Land, so viel Leid wegen so vieler gedankenloser und unwissender Menschen, welche dich hemmungslos in ihren tiefen Spuren ertrinken lassen…
(Priska Buchmann Scherer)


29. Februar 2016
Immer dasselbe...

…mit unserem Huhn Turuleca, 😉


           








25. Februar 2016
Kulturabend…
…mit Tamara, Gabriela, Brenda, Javiera, Amparo, Denise und Stefanita. Wir sind durch das Internationale Poesie-Festival in Granada geschlendert, haben ein Picknick vernascht, und zum Dessert das Konzert unserer Madrina Andrea genossen 
😀.












17. Februar 2016
Vertrauen, Unterstützung, Solidarität…
…Konzentration, Gleichgewicht, Stabilität, Harmonie und FRÖHLICHKEIT, :-D...








12. Februar 2016
Lidia, Siham, Juancito und Ángelito…
…tauchen in das Abenteuer Schule ein. Raquel und Yahosca begeben sich auf den Weg der Sekundarschule und nähern sich somit ein weiteres Schrittchen dem Erwachsenenleben an. Tamara und Rosa Elena müssen sich sputen um einen guten Grundschulabschluss zu erreichen. Jedes Jahr aufs neue bewegende Momente, welche mit vielen Emotionen und Gedanken verbunden sind.