2006 verstarb Othmar Buchmann, der Ehemann von Priska Buchmann Scherer, an einem Krebsleiden. Ursprünglich wollte er mit Priska nach Lateinamerika auswandern und unter Einheimischen leben. Doch kam es leider nicht mehr dazu.
2008 reiste Priska Buchmann Scherer dann alleine nach Costa Rica, um spanisch zu lernen. Nach 3 Monaten musste sie das Land verlassen und kam so über die Grenze nach Nicaragua.
2009 - 2012 half Priska Buchmann Scherer in verschiedenen karitativen Organisationen aus. Doch mit der angetroffenen Korruption konnte und wollte sie sich, nicht abfinden.
2012 eröffnete sie in eigener Regie das Kinderhilfswerk, Paraiso de infancia "LOS GUSANITOS" Tamarindo in Granada / Nicaragua. Am 1. Mai 2012 hat Priska für ersten 40 Kinder die Tore geöffnet, um sie in eine bessere Zukunft zu begleiten. Parallel dazu bietet sie Hilfe, "es ist niemals zu Spät", für die Madrinas an.
2012 - heute sind knapp 100 Kinder aus Familien, welche unter der Armutsgrenze leben, in ihrer Obhut. Sie besuchen die öffentliche Schule, bekommen Nachhilfe-Unterricht, erhalten gesunde Mahlzeiten, werden medizinisch versorgt, lernen was Hygiene ist und dürfen auch mal einfach nur Kind sein in einem familiären Umfeld. Sie wird von 15 einheimischen Madrinas unterstützt. Die Gusanitos sollen sich frei von Gewalt, Kriminalität und Drogen vom zarten GUSANITOS (Raupe) zum prächtigen Schmetterling entfalten können. Sinnbild vom Logo.
Am 1. Mai 2017 hat Priska Buchmann die zweite Kindertagesstätte eröffnet. Das zweite Projekt heisst “LOS GUSANITOS Tamarindo 2” und wird mit den gleichen Grundsatz-Ideen wie das Projekt Tamarindo 1 geführt. Just am gleichen Tag feiert das Haus Tamarindo 1 sein fünfjähriges Bestehen.
Im März 2023 informierte Priska über Probleme mit dem Nicaraguanischen Staat.
Liebe Partner, liebe Spenderinnen und Spender,
liebe Helferinnen und Helfer
Die politische Lage in Nicaragua hat sich in dem Masse zugespitzt, dass praktisch alle ausländischen Hilfsorganisationen geschlossen und enteignet wurden.
Die zwangsweisen Schließungen und Enteignungen ausländischer Hilfsorganisationen seitens des Staates sind ein wirksames Instrument, um ausländische Hilfe an das nicaraguanische Volk zu unterbinden. Ein weiteres wirksames Instrument ist das Sperren von Konten, auf die ausländische Spendengelder einbezahlt werden.
So wurde ich von unserer Bank darüber informiert, dass sämtliche Spendeneingänge von Los GUSANITOS Schweiz ohne Begründung zurückgewiesen werden.
Die Bankmanagerin kennt uns und unser Projekt nun schon seit Jahren, aber es half kein Bitten oder Betteln. In einer letzten Besprechung teilte sie mir mit, dass es ihr für mich und mein Projekt leidtue, aber sie handle auf Anweisung von oben.
Um das Projekt Los GUSANITOS doch noch retten zu können, eröffnete ich im Januar 2023 ein Konto auf einer anderen Bank. Diese Bank akzeptiert die schweizer Bestätigung meiner Witwenrente, womit es mir erlaubt ist, monatlich den Betrag in Höhe meiner Rente auf dieses Konto zu überweisen. Den Rest hebe ich mit meiner internationalen Kreditkarte am Bancomaten ab. Diese Beträge werden mir von den Spendengeldern von Los Gusanitos Schweiz vergütet.
Wie Sie sehen, ist das Betreiben eines Hilfswerkes in Nicaragua sehr schwierig geworden. Ich habe beschlossen, diesen Umweg zu gehen, solange es mir der nicaraguanische Staat „erlaubt“.
Aus Liebe zu meinen Kindern und meinen Angestellten schlage ich nun diesen Weg ein.
Es ist unser Ziel, das Projekt noch so lange wie möglich zu unterstützen und es in dieser Zeit selbstfinanzierend umzugestalten.
Dank den grosszügigen Spenden der letzten Jahre, haben wir ein beachtliches Polster an Spendengelder zur Verfügung. Unser neues Ziel, das Projekt in die Selbstfinanzierung zu führen, können wir somit noch lange Zeit unterstützen.
Deshalb bitte ich Sie, keine Spenden mehr auf das Los GUSANITOS Spendenkonto zu überweisen. Wie bereits erwähnt verfügen wir, dank Ihnen, noch über genügend finanzielle Mittel, um das Projekt in die Selbstfinanzierung zu begleiten. Wir sind zuversichtlich, dass unser Vorhaben gelingt.
Es ist mir ein grosses Anliegen, dass die Kinder, von denen einige schon seit Jahren bei uns sind, die Möglichkeit haben, ihre Ausbildung fertig zu machen. Ich werde mein Möglichstes unternehmen, Los GUSANITOS in eine neue Zukunft zu führen. Ich bin überzeugt, dass wir für immer positive Spuren bei den Kindern hinterlassen.
Ich bedanke mich einmal mehr für Ihre grossartige und langjährige Unterstützung.
Priska Buchmann-Scherer
† am 12. Juni 2024 Ist Priska zurück zu ihrem Schöpfer gegangen.
Ab 12. Juni, durch den Verlust von Mama Prisca, war es dem Verein Los Gusanitos Schweiz nicht mehr möglich das Projekt zu finanzieren.
An der GV vom 31. Oktober 2025 beschloss der Vorstand von Los Gusanitos Schweiz
Die Auflösung des Vereines Los Gusanitos Schweiz
Das Vereinsvermögen an das Kinderhilfswerk AEJT Madagaskar zu überweisen